Überblick: Was Marketingprofis über LLMO wissen müssen
Laura sitzt an ihrem Schreibtisch und starrt auf den Bildschirm. Sie ist verantwortlich für die Unternehmens-Webseite – und fragt sich: „Brauche ich diesen Hype um LLMO, also Large Language Model Optimierung? Soll ich jetzt Inhalte zuerst für KI schreiben statt für meine Kunden?“ Sie denkt darüber nach, ob sie künftig ein „AI‑first“ statt ein „Customer‑first“ Mindset braucht – und ob ihre Texte dann überhaupt noch passend für ihre Zielgruppe sind. Und falls Ihre Zielgruppe bereits KI-Bots für Recherchen veewendet – wie ganu muss sie ihren Conten für KI-Suchen aufbereiten?
1. LLMO: Was ist das und für wen macht es Sinn?
LLMO steht für Large Language Model Optimization. Dabei handelt es sich um Strategien, mit denen Inhalte so optimiert werden, dass sie von KI-Systemen wie ChatGPT, Google AI Overviews, Claude oder Perplexity besser gefunden, verstanden und zitiert werden.
Dazu nötig: die Anpassung von Webseiten‑Content so, dass er von KI‑Modellen gut interpretiert, extrahiert und genutzt werden kann. Anders als klassische SEO, bei der das Ziel Ranking in Suchmaschinen ist, geht es hier zusätzlich darum, in KI‑Antworten genannt oder sogar als Zitat‑Quelle ausgewählt zu werden.
Dabei gibt es zwei Hauptziele:
Brandmentions: Wenn jemand fragt „Wer ist der beste Anbieter für XY?“ – soll deine Marke genannt werden.
Zitierfähigkeit/LLM Readability, also die Lesbarkeit für ein LLM: Ihre Inhalte sollen so strukturiert sein, dass LLMs sie als verständliche, extrahierbare Passagen nutzen – ähnlich klassischem SEO, aber auf Passagen‑Level.
2. Ansatz „Brandmentions“ versus „Zitierfähigkeit“
Diese beiden Ziele verlangen unterschiedliche Optimierungsstrategien:
Brandmentions – Aufmerksamkeit für deine Marke generieren
Content möglichst breit auf relevante Such‑ und Fragekontexte ausrichten.
Fokus auf Ihre Marke, Produkte; den USP klar benennen und in Antworten platzieren.
Digital‑PR, Präsenz auf hochrangigen Plattformen oder Advertorials helfen, LLM‑Retriever‑Sets zu beeinflussen.
Zitierfähigkeit /LLM Readability
Texte in klar erkennbare Passagen (Chunks) gliedern – mit W‑Fragen, kurzen Absätzen, Headlines.
Einzelne, in sich verständliche Passage‑Unit („Chunk“) optimieren – so wie früher Feature‑Snippets, jetzt durch LLMs stärker genutzt (Passage‑Based Retrieval).
Dokumente müssen zunächst ins „Document Relevant Set“ – klassisches Ranking reicht, Position 1–3 sind sekundär. Hauptsache: ins Set, damit die Passagen abgerufen werden.
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KI-Beratung anfragenÜbersicht KI-Schulungen3. LLMO im Workflow – das sollten Sie tun
1. Klare, strukturierte Inhalte
LLMs nutzen Retrieval‑Mechanismen: Wenn Ihre Inhalte in Passagen strukturiert und relevant sind, erhöht sich die Chance, zitiert zu werden.
- KI-Modelle bevorzugen Inhalte, die leicht zerlegbar sind.
- Kurze Sätze, logischer Aufbau, Überschriften, Aufzählungen, FAQs, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Zusammenfassungen.
- Je klarer der Text, desto höher die Chance, dass er direkt in eine Antwort einfließt.
2. Maschinenlesbarkeit & Kontext-Signale
- Einsatz von Schema.org (ist der Inhalt ein Artikel, Kontaktseite, FAQ, HowTo, Produktinfo).
- Saubere HTML-Struktur, semantisch korrekte Tags.
- Responsive und schnell ladende Seiten.
- Die Dokumente sollten passgenau auf „Queries“ abzielen – also so konkret wie möglich die mögliche Nutzeranfrage treffen.Verlinkungen und Kontext geben dem Modell zusätzliche Hinweise.
- Inhalte müssen so gestaltet sein, dass ein LLM die Intention des Suchenden damit abgleichen kann: Es reicht nicht mehr, nur die Keywords zu platzieren.
3. Vertrauen & Autorität
- LLMs gewichten Inhalte stärker, wenn diese aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.
- Erwähnungen auf externen Seiten, Backlinks, Markenreputation.
- Transparenz: Quellenangaben, Autorenprofil, Expertise zeigen.
- Je höher die Autorität, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Modell Ihre Inhalte „zitiert“.
- Aktualität zeigen: Inhalte aktualisieren!
4. Agenten‑Zukunft: Content für Menschen oder für Maschinen?
Erste Tests zeigen: KI-generierter Content kann rankingfähig sein. Auch wenn Suchmaschinen wie Google KI-generierten Text erkennen, ist das nicht negativ, wenn der Text nutzerorientiert ist, also nicht durch KI nur für die Textlänge aufgeblasen ist. Ob menschliche oder KI‑Texte besser performen, das variiert:
- KI ist ideal für Massen‑Content wie Produktbeschreibungen; die persönliche menschliche Erfahrung ist wertvoller für Ihren USP und Tonalität.
- Bisher: Customer‑First. Doch Agenten (Automatisierung / virtuelle Assistenten) werden Gatekeeper.
- Das bedeutet, Inhalte müssen für Suchmaschinen extrahierbar sein.
- Content so gestalten, dass Ihre Zielgruppe und KI‑Agenten ihn effizient nutzen können.
- Gleichzeitig braucht es digitale PR, um als vertrauenswürdige, menschliche Quelle wahrgenommen zu werden.
Die LLMO Checkliste für Starter
Analyse: „Spielt KI für mich überhaupt eine Rolle?“
→ Nutzt meine Zielgruppe KI-Bots für Recherchen?Falls ja, Zielsetzung konkretisieren:
Will ich Brandmentions – als Anbieter genannt werden?
Oder will ich zitierfähig sein – als Wissensführer wahrgenommen?
Dokumente klassisch SEO‑optimieren:
→ Ranking und Relevanz sichern (Document Relevant Set).Passagen strukturiert aufbauen (LLM Readability):
→ W‑Fragen, kurze prägnante Absätze, klare Chunk‑Segmente.Queries identifizieren:
→ Hauptanfrage zerlegen in Facetten–Recherche entlang der Customer Journey: Welche Fragen stellt meine Zielgruppe dem KI-Bot?Eigenes Ranking in KI‑Modellen prüfen:
→ Experiment: „Was weiß KI über meine Marke?“ (MAchen Sie den Test und suchen sich in ChatGPT, Gemini, Perplexity…).Positionierungsgap ermitteln:
→ Wie wird die Marke aktuell wahrgenommen? Wo fehlt Klarheit?Eigene Medien optimieren:
→ „Über uns“-Seite, Produkttitel, Meta‑Data, NLP‑Tools zur Entitätsanalyse einsetzen.Digitale PR & Advertorials nutzen:
→ Präsenz auf externen Plattformen schaffen – und damit auch Agenten‑Retriever beeinflussen.Monitoring & Tests:
→ Langzeit‑Tests KI‑gegen menschliche Inhalte, Performance‑Tracking, Chunk‑Usage.
Content für KI-Bots aufbereiten
LLMO: Optimierung für KI-Suchen
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KI-Beratung anfragenÜbersicht KI-SchulungenUnser Fazit zu LLMO
LLMO erweitert klassische SEO um neue Dimensionen – besonders Passagen‑Orientierung und Agentenoptimierung. Für die meisten Unternehmen gilt: Klassisches SEO bleibt, der Content muss ranken. Danach kommt die Passage‑Optimierung.
Die Aufgaben für Marketingverantwortliche sind komplexer, aber auch vielschichtiger: nicht nur Ranking in Suchmaschinen, sondern Brandmentions und und Zitierfähigkeit werden neue KPIs im Digitalmarketing.
Mit dieser LLMO‑Checkliste sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Inhalte KI‑gerecht, markenwirksam und zukunftsfähig zu entwickeln. Bei Fragen steht Ihnen unser Team gerne für ein kostenloses Erstgespräch zur Verfügung – sprechen Sie uns einfach an!